"Kampf nicht belohnt"
Interview mit Frederik Storm
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Frederik Storm. Foto: City-Press.
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Interview
Frederik Storm erzielte bei der 2:3-Niederlage der Kölner Haie sein zehntes Tor. Nach der Partie sprach er mit Ivo Jaschick:
Nach vier Siegen in Folge, wieder eine Niederlage gegen Wolfsburg, Ihr Tor zum 2:3 115 Sekunden vor Schluss kam zu spät - was können Sie zu dem Spiel sagen?
Ich glaube, dass wir heute eigentlich gar nicht so schlecht gespielt haben - aber unsere Special Teams waren nicht ganz so überzeugend, wie sonst. Wir haben aber dennoch viele Chancen herausgespielt und wenn wir das erste Tor etwas früher erzielt hätten, wer weiß, was dann passiert wäre! Leider wurde unser Kampf nicht belohnt! Es war halt nicht genug! Da kann bei mir auch keine Freude über das eigene Tor aufkommen!
Nach dem ersten Drittel stand es 0:1, nach dem zweiten 0:2, dann sogar 0:3 - was war der "Knackpunkt"?
Wie ich gerade schon gesagt habe, haben wir zu viele Strafen kassiert und das Unterzahlspiel war nicht effektiv genug! Die ersten beiden Treffer haben wir uns gefangen, als wir mit einem bzw. zwei Spielern weniger auf dem Eis waren. Da waren die Wolfsburger sehr effektiv.
Was würden Sie sagen, war diese Niederlage ein "Ausrutscher", oder?
In den letzten Wochen, oder besser gesagt Spielen, haben wir eine Entwicklung mitgemacht und mehr zusammengespielt, sind als Einheit aufgetreten! Wir hatten auch heute einige sehr gute Momente - wir müssen jetzt einfach wieder zurück auf unseren Weg finden - und dann werden die Siege auch wieder automatisch kommen!
Ein Wort vielleicht noch zu dem Mann der letzten Spiele, zu Tobias Ancicka!
Ja, er spielt in den letzten Partien auf einem sehr hohen Niveau, war praktisch unser Sieggarant. Wir haben aber auch unser System ein wenig geändert, spielen defensiver und versuchen die Gegner nur noch zum Schuss kommen zu lassen, wenn die Situation nicht mehr so gefährlich erscheint! Dies gelingt aber nicht immer und es soll seine Leistung auf gar keinen Fall schmälern. Er wusste im Penaltyschießen zu überzeugen, hat unwahrscheinlich viele ?Breaks? entschärft - er hat das ganze Team mitgerissen! Wir können wirklich mehr als froh sein, mit ihm und Mirko (Pantkowski) über ein so starkes Torhütertandem zu verfügen!
Jetzt steht vor Weihnachten noch ein Spiel in Augsburg an!
Genau! Und dann folgen zwischen Weihnachten und Silvester im zwei-Tage-Rhythmus auch noch drei Spiele - wir müssen jetzt nur stabil spielen, wie in den letzten fünf Partien - genauso weitermachen, dann wird es schon!
Was sagen Sie zu sich? Sie schießen Tore, bereiten welche vor - was machen Sie lieber? Beschreiben Sie mal Ihren Spielstil!
Ich liebe das Spiel! Ich möchte einfach in allen Spielsituationen gut aussehen. Ich bin sehr gerne in Unterzahlsituationen auf dem Eis, spiele gerne Powerplay, mache eigentlich alles sehr gerne! Natürlich möchte ich auch sehr gerne Tore schießen, zumindest Punkte machen. Aber auch die Defensive liegt mir sehr am Herzen!
Vielen Dank und schöne Weihnachten!
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