Garmisch dreht das Spiel in der Schlussphase
Rote Teufel verlieren 2:3 nach 2:1 Führung
Nah dran an mindestens einem Punkt waren heute Abend die Roten Teufel bei ihrem Gastspiel in Garmisch, auch wenn man am Ende 3:2 (1:0, 0:1, 2:1) unterlag. Die ersten zehn Spielminuten eines temporeichen und interessanten ersten Abschnittes spielten die Gäste, die erstmals von Interimscoach Bill Loch
ead betreut wurden, durchaus gefällig mit und hatten sogar eine 5 gegen 3-Überzahlchance, die jedoch ungenutzt blieb. Mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren aber besser in Tritt und setzten den Kasten von Ingo Schwarz unter Druck. Dennoch standen die Hessen zunächst gut in der Defensive, lediglich in der 15.Minute war plötzlich ein Garmischer durch, so dass RT-Kapitän Michel die Notbremse ziehen musste. Folgerichtig gab es einen Penaltyschuss, den Mulock zum 1:0 verwandelte. Die Teufel ließen sich davon aber nicht schocken und kamen mit Motivation zum zweiten Drittel aus der Kabine. Passend dazu fiel das 1:1 durch Paul Knihs und dessen erstem Saisontor nach einem feinen Zuspiel von Neuzugang Andreas Popp in der 22.Spielminute. Das Spiel wurde in der Folgezeit offen mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Zwar hatten die Hausherren ein leichtes Übergewicht an Chancen, aber Ingo Schwarz im Tor der Roten Teufel stand zu jederzeit richtig. Beflügelt durch den Spielstand - erst zwei Mal konnte man in dieser Spielzeit mit einem Unentschieden oder einer Führung ins letzte Drittel gehen - spielten die Hessen im letzten Abschnitt selbstbewusst auf. Man versuchte seinerseits, den Gegner unter Druck zu setzen und den zweiten Treffer zu markieren. Viele Chancen waren dabei für die Gäste, die nun ihrerseits auch bedingt durch Überzahl-Möglichkeiten ein leichtes Übergewicht hatten, aber man machte zu wenig daraus. Trotzdem legten die Teufel nach: Kapitän Steffen Michel erzielte nach einem Zuspiel von Beppi Eckmair in der 50.Minute im Powerplay die Führung für die Roten Teufel, die bis dato ein gutes Auswärtsspiel machten. Die Hausherren kamen aber noch einmal auf und machten ihrerseits Druck: als Popp für zwei Minuten auf der Strafbank saß, war es Mayer, der den Ausgleich für den SCR erzielte (54.). Die Teufel wollten nun natürlich zumindest die Verlängerung und einen Zähler, aber Bablitz legte nur eine Minute nach dem Ausgleichstreffer zum 3:2 für die Hausherren nach. Bill Lochead probierte noch einmal alles und nahm Ingo Schwarz zwei Minuten vor dem Ende vom Eis, es sollte aber nichts mehr nutzen. Am Ende gewinnen die Garmischer glücklich diese Partie, in der mehr für die Hessen drin war. Die Mannschaft hat aber gezeigt, dass sie gewillt ist, mehr zu zeigen, und schon am Sonntag gegen Weiden (Beginn 18.30 Uhr) kann sie dies vor eigenem Publikum beweisen.
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